«Wilder Westen» im Geotextil-Markt
Minderwertiges Material geht aber immer auf Kosten der Sicherheit und verursacht
langfristig aufwändige Sanierungen mit Mehrkosten. Das weiss man spätestens seit
dem Bauboom der 70er Jahre. Aus diesen Fehlern hat die Brache gelernt und
verbindliche Qualitätskriterien und Normen definiert.
Im Markt für Geokunststoffe ist der Schweizerische Verband für Geokunststoffe
(SVG) die treibende Kraft. Hersteller, Planer, Bauunternehmungen und
Bauherrschaften haben sich in diesem Verband zusammengeschlossen, um
verbindliche Qualitätskriterien zu definieren und deren Einhaltung zu überprüfen.
Alle im Register gelisteten und mit ihren Leistungsdaten aufgeführten Geokunststoffe
für die Funktionen Trennen und Filtern (gemäss Schweizer Norm VSS 70241) sind
durch den SVG in einem akkreditierten Labor geprüft. Gemäss Schweizer Norm
SNR-670245-NA können Baustellenkontrollen entfallen, wenn die Geotextilien
fremdüberwacht werden. Die im SVG-Register gelisteten Geokunststoffe erfüllen
diese Vorgabe. Zeitaufwendige Baustellenkontrollen sind somit für diese Produkte
nicht erforderlich.
Es gibt also gute Gründe, bereits bei Ausschreibungen darauf hinzuweisen, dass nur
im SVG-Register gelistete und geprüfte Geokunststoffe akzeptiert werden. Das SVGRegister kann kostenlos auf www.geotex.ch heruntergeladen werden.